Info: Kastration

Scheue und streunende Hauskatzen existieren in Europa bereits seit Jahrhunderten.

Obwohl es sich viele Tierschutzvereine zur Aufgabe gemacht haben, sich um scheue- und streunende Hauskatzen zu kümmern und diese kastrieren zu lassen, nimmt die Zahl dieser Tiere weiterhin drastisch zu. Es handelt sich bei allen diesen Tieren um Abkömmlinge von Hauskatzen, die ihren Besitzern entlaufen sind, ausgesetzt oder einfach zurückgelassen wurden.

Leider wächst ihr Bestand ständig an, da sie in den seltensten Fällen kastriert waren.

Die Streuner sind schon nach sechs Monaten geschlechtsreif. Die Trächtigkeit beträgt 52 – 65 Tage. Eine Katze kann pro Jahr im Durchschnitt 12 Junge gebären. Also ist ein Muttertier mit seinen Nachkommen innerhalb von nur vier Jahren für die Geburt von über 20.000 Jungen verantwortlich.

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Leider sind viele Zeitgenossen der Meinung, die Überbevölkerung der Tiere durch Erschlagen, Ertränken, Erschießen, Vergiften oder sogar durch Verbrennen eindämmen zu müssen. Doch erstens verstößt das Töten von Wirbeltieren gegen das Tierschutzgesetz und ist strafbar – und außerdem wird das Streunerproblem dadurch nicht gelöst! Denn durch die Entfernung einer Katze aus der vorhandenen Nische wird ein freier Platz geschaffen, der bald wieder besetzt wird.

Es gibt nur eine einzige sinnvolle humane Methode, die Katzenpopulation einzudämmen: Die Kastration sowohl der männlichen als auch der weiblichen Katzen. Die echten Streunerkatzen sind sehr scheu und können nur mit Lebendfallen gefangen werden. Da es sich hier nicht um zahme Wohnungskatzen handelt, erfordert der Umgang mit diesen Tieren Erfahrung und viel Geduld.

Unsere aktiven Mitglieder fangen die Tiere in speziell konstruierten Lebendfallen schonend ein. Anschließend werden sie zum Tierarzt gebracht, wo sie nach gründlicher Untersuchung kastriert werden. So wird der Fortpflanzungstrieb und die damit verbundenen Revierkämpfe unterbunden. Anschließend werden die Katzen gekennzeichnet und an ihrem angestammten Platz wieder freigelassen. Hier finden die Tiere regelmäßig Futter – entweder kümmern sich Anwohner um die Katzen oder sie nutzen unsere Futterstellen.

Kastrierte Katzen fangen nach wie vor Mäuse und bleiben hervorragende Jäger, nur ihr Aktionsradius schränkt sich ein.

Durch die Kastration einer einzigen frei lebenden Katze wird tausendfacher Mord und viel Katzenelend verhindert. Es gibt keinen besseren Weg, dieses Problem zu lösen.

Tierschützer wie wir wollen nicht mehr Katzen, sondern weniger!

An dieser Stelle möchten wir darauf hinweisen, dass wir ausschliesslich auftragsbezogen arbeiten. Kein Katzenbesitzer muss Angst haben, dass durch unsere Arbeit sein Tier verschwindet.

Wir appellieren jedoch an jeden Besitzer, seine Tiere kastrieren zu lassen, damit die explosionsartige Vermehrung der Katze etwas eingedämmt wird.

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