Den Eifelsteig wandern: Vegan, mit Hund, Etappe 5

Den Eifelsteig wandern: Vegan, mit Hund
Etappe 5: Gemünd nach Kloster Steinfeld: 17,4 km, Schwierigkeitsgrad: mittel
Unterkunft: Kloster Steinfeld

Radischen, Chicoree und Möhren zum Frühstück. Es gibt auch Brötchen, selbstgemachte Marmelade und Müsli mit Sojamilch. Was soll ich sagen? Ich werde satt, auch wenn ich die Kombination schon sehr kurios finde.
Emma und ich werden wieder mit dem Auto zum Busbahnhof gefahren und dann fahren wir zurück nach Gemünd. Gestern, am Sonntag waren noch Jugendliche und Senioren im Bus, heute nur Migranten. Das erstaunt mich schon ein wenig, denn wir sind in der Nordeifel, nicht im Ruhrgebiet. Aber es ist ruhig im Bus und da Migranten oft Angst vor Hunden haben, auch diesmal, hat Emma Ruhe. Das war gestern bei den Jugendlichen nicht so. Sie warfen sogar Sachen durch den Bus.
Schnell ist Gemünd verlassen und wir wandern durch sehr abwechslungsreichen Wald und hübsche Bachtäler. Ich treffe wieder eins der niederländischen Paare vom zweiten Wandertag. Wir unterhalten uns endlich ausgiebig. Warum bin ich nicht schon früher zu Englisch übergegangen? Die Frau will die Wanderung aufgeben. Ihre armen Füße sind voller Blasen. Wie gut ich sie verstehen kann; und wie froh ich bin, dass ich meine Wanderschuhe für Tewas ausgetauscht habe.
Einige der Örtchen durch die ich wandere, sind bezaubernd. Sie haben eine gut erhaltene Fachwerkarchitektur und traditionelle Bauerngärten vor den Häusern. Alles sehr idyllisch. Dieser Wandertag bietet nicht soviel Spektakuläres- es ist ein fast entspannter, vielleicht sogar meditativer Wandertag zum Kloster Steinfeld. Und ich mach’ auch richtig gut Zeit. Es ist ja kein Wettlauf, aber ich komme im Durchschnitt 3 Stunden vor meinen Weggefährten im Kloster an.
Klöster und ich-wir gehen weit zurück. Meine Grosstante war Nonne und als kleinstes Kleinkind verbrachte ich Zeit bei ihr im Kloster Bornheim. Ich mag die alten Gemäuer, die schönen Gärten, die hohen Decken der Zimmer, der Geruch von Weihrauch. Ja, all das mag ich. Aber was ich nicht mag und bis heute nicht verstehen kann: Warum sind die Angestellten (Rezeption) und Mönche/Nonnen nicht freundlicher? In jeder Pension wurde ich herzlich empfangen, in zweien hat man sogar Emma begrüßt, aber hier, wo Nächstenliebe doch zum Grundton gehöre sollte, kein freundliches Wort, sondern nur schroffe Anweisungen. Ich kann nur meinen Kopf schütteln.
Aber das Zimmer (ja, mit hohen Decken) war spartanisch schön. Das Badezimmer war auf der Etage. Es gibt auch teurere Zimmer mit Bad. Nach dem Abladen der Last und der obligatorischen Dusche, ging ich in den Klostergarten und versuchte mich an einem Labyrinth. Es war schön gemacht aus fast 2 Meter hohen Buxbäumen und ich bin es länger durchlaufen als ich gedacht habe. Zeitweise bekam ich sogar eine leichte Panik, dass ich nicht mehr rausfinde.
Dann ging ich ins Klostercafe zum Kaffeetrinken (konnte leider keinen Kuchen dort essen, obwohl sie alle hausgemacht waren, aber nicht vegan) und stöberte im Klosterbuch-und Geschenkladen rum. Hätte gerne mehr als nur eine Fußcreme gekauft, aber ich muss ja alles tragen, und da denkt man zweimal nach ob man Souvenirs kauft.
Es gibt in dem Ort noch ein anderes Restaurant, aber an dem Montag an dem ich da war, hat es Ruhetag. Ich ging also ins Refektorium essen. Schnitzel, Hähnchenbrust, Pizza, Aufschnitt, Salatbuffet, Käseplatte…..9,50 Euro für trockenes Brot mit Salat! Kein Getränk mit inbegriffen.

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